{"id":7478,"date":"2025-01-24T13:21:16","date_gmt":"2025-01-24T13:21:16","guid":{"rendered":"https:\/\/media-law.at\/?p=7478"},"modified":"2025-02-24T14:11:47","modified_gmt":"2025-02-24T14:11:47","slug":"das-neue-eu-designrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/media-law.at\/?p=7478","title":{"rendered":"Das neue EU-Designrecht"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; background_enable_image=&#8220;off&#8220; background_blend=&#8220;hard-light&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Der EU-Rat hat am 10. Oktober 2024 zwei Gesetzgebungsakte des Designschutzpakets angenommen: Die <strong>Unionsgeschmacksmuster-Verordnung<\/strong> (EU) 2024\/2822 und die <strong>Design-Richtlinie<\/strong> (EU) 2024\/2823. Beide Rechtsakte traten am 8. Dezember 2024 in Kraft.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/media-law.at\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Design-D.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/media-law.at\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Design-D-150x150.webp\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"\" class=\"wp-image-7481 aligncenter size-thumbnail\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Was ist neu?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Das \u201eGemeinschaftsgeschmacksmuster\u201c hat begrifflich ausgedient. <span>Gemeinschaftsgeschmacksmuster werden zum <strong>Unionsgeschmacksmuster<\/strong>. <\/span>In der <span>Design-Richtlinie <\/span>gibt es jetzt das <strong>Design<\/strong>.<\/li>\n<li>\u00c4hnlich wie \u00ae f\u00fcr \u201eRegistered\u201c (registrierte Marke) wird es nun ein \u24b9 \u201e<strong>D im Kreis<\/strong>\u201c als Hinweis f\u00fcr ein registriertes Design geben.<\/li>\n<li>Im Rahmen der Reform wurde auch der <strong>Schutzbereich f\u00fcr Designs erweitert<\/strong>. Das Designrecht erstreckt sich nun auch auf den <strong>digitalen und virtuellen Raum<\/strong> und umfasst auch nichtphysische Formen. Der Designbegriff wurde zu diesem Zweck um die Erscheinungsformen Bewegung, \u00dcbergang oder eine andere Art der Animation erweitert.\u00a0F\u00fcr die Anmeldung ist erforderlich, dass das Design sichtbar wiedergegeben werden kann. Auch grafische Arbeiten sind in Zukunft vom Designschutz\u00a0umfasst; Computerprogramme\u00a0sind aber weiterhin ausgenommen.<\/li>\n<li>Auch bei der <strong>Geb\u00fchrenstruktur<\/strong> gibt es \u00c4nderungen. F\u00fcr die Anmeldung ist nur noch eine Geb\u00fchr zu bezahlen, die separate Geb\u00fchr f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung f\u00e4llt weg. Die Geb\u00fchr f\u00fcr die Verl\u00e4ngerungen nach dem 5. Jahr wird h\u00f6her.<\/li>\n<li>Es ist nun m\u00f6glich, eine Kombination von Designs verschiedener Locarno-Klassen in einer <strong>Sammelanmeldung<\/strong><\/li>\n<li>Die sogenannte <strong>Reparaturklausel<\/strong> wurde neu eingef\u00fchrt und betrifft Bauelemente komplexer Erzeugnisse, die das \u00e4u\u00dfere Erscheinungsbild des Produkts bestimmen (sogenannte Must-Match-Teile). Dies betrifft in erster Linie <strong>Ersatzteile<\/strong>. Werden solche Teile ausschlie\u00dflich zur Reparatur genutzt, kann der Inhaber des Designrechts deren Herstellung oder Verkauf nicht untersagen. Der Verbraucher muss jedoch dar\u00fcber informiert werden, wer der Hersteller ist und auch, dass das Erzeugnis nicht vom Originalhersteller stammt.<\/li>\n<li>Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung und neuer Technologien wurden auch die <strong>Schutzrechte<\/strong> Designinhaber haben das Recht, <strong>3D-Drucktechniken<\/strong> zu untersagen, insbesondere gegen Medien und Software vorzugehen, die zur Herstellung designrechtsverletzender Produkte genutzt werden.<\/li>\n<li>Ausdr\u00fccklich geregelt wurde auch, dass <strong>urheberrechtlicher Schutz<\/strong> &#8211; bei Erf\u00fcllen der Voraussetzungen &#8211; parallel zum Designschutz m\u00f6glich ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die neue UnionsgeschmacksmusterVO gilt (teilweise) ab dem 1. Mai 2025 unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten, in vollem Umfang ab dem 1. Juli 2026. Die Mitgliedsstaaten haben bis zum 9. Dezember 2027 Zeit, die Design-Richtlinie (EU) 2024\/2822 in nationales Recht umzusetzen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der EU-Rat hat am 10. Oktober 2024 zwei Gesetzgebungsakte des Designschutzpakets angenommen: Die Unionsgeschmacksmuster-Verordnung (EU) 2024\/2822 und die Design-Richtlinie (EU) 2024\/2823. Beide Rechtsakte traten am 8. Dezember 2024 in Kraft. Was ist neu? &nbsp; Das \u201eGemeinschaftsgeschmacksmuster\u201c hat begrifflich ausgedient. Gemeinschaftsgeschmacksmuster werden zum Unionsgeschmacksmuster. 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