{"id":461,"date":"2014-01-15T17:23:28","date_gmt":"2014-01-15T16:23:28","guid":{"rendered":"http:\/\/lawbulletin.wordpress.com\/?p=461"},"modified":"2014-01-15T17:23:28","modified_gmt":"2014-01-15T16:23:28","slug":"aus-gmbh-light-wird-gmbh-grundungsprivilegiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/media-law.at\/?p=461","title":{"rendered":"Aus GmbH \u201elight\u201c wird GmbH \u201egr\u00fcndungsprivilegiert\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Wie bereits <a title=\"GmbH-Gr\u00fcndung: Stammkapital soll von EUR 35.000 auf EUR 10.000 herabgesetzt\u00a0werden\" href=\"http:\/\/lawbulletin.wordpress.com\/2013\/03\/25\/gmbh-grundung-stammkapital-soll-von-eur-35-000-auf-eur-10-000-herabgesetzt-werden\/\">zuvor <\/a>im \u201eLaw Bulletin\u201c berichtet, gab es seit In-Kraft-Treten des Gesellschaftsrechts-\u00c4nderungsgesetz 2013\u00a0\u00a0ab 1. Juli 2013 die M\u00f6glichkeit, eine <strong>\u201eGmbH light\u201c<\/strong> zu gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Das Stammkapital\u00a0solcher GmbHs bel\u00e4uft sich auf EUR 10.000 (statt bisher zumindest EUR 35.000),\u00a0wobei davon\u00a0zumindest EUR 5.000 bar einbezahlt werden m\u00fcssen. Mit dem Abgaben\u00e4nderungsgesetz 2014 soll die &#8222;GmbH light\u201c nun <strong>wieder abgeschafft<\/strong> werden. Stattdessen soll eine <strong>\u201eGr\u00fcndungsprivilegierung\u201c<\/strong> (zuk\u00fcnftig \u00a7 10b GmbHG) eingef\u00fchrt werden. Das Gesetz soll am <strong>1. M\u00e4rz 2014 in Kraft<\/strong> treten.<\/p>\n<p>Auch \u201egr\u00fcndungsprivilegierte\u201c GmbHs m\u00fcssen <strong>zun\u00e4chst nur Euro 5.000 Stammeinlage<\/strong> bar leisten. Im Gegenzug ist der <strong>Zusatz \u201egr\u00fcndungsprivilegiert\u201c zum Firmenwortlaut<\/strong> zu f\u00fchren. Um den Zusatz \u201cgr\u00fcndungsprivilegiert\u201d l\u00f6schen zu k\u00f6nnen, muss die Stammeinlage auf mindestens EUR 17.500 erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<p>Das Gr\u00fcndungsprivileg endet nach <strong>zehn Jahren<\/strong>.\u00a0Die Stammeinlage muss sp\u00e4testens dann auf mindestens EUR 17.500 aufgestockt werden. Die Gesellschaft hat au\u00dferdem eine <strong>Gr\u00fcndungsr\u00fccklage<\/strong> in H\u00f6he eines Viertels des Jahresgewinns (<em>&#8222;ein Viertel des Jahres\u00fcberschusses, gemindert um einen Verlustvortrag und unter Ber\u00fccksichtigung der Ver\u00e4nderung unversteuerter R\u00fccklagen&#8220;<\/em>) zu bilden. Die Gr\u00fcndungsr\u00fccklage dient der Sicherstellung der Leistung nicht voll eingezahlter Stammeinlagen. Auch <strong>bereits bestehende<\/strong> GmbHs \u201elight\u201c m\u00fcssen ihr Stammkapital innerhalb von zehn Jahren aufstocken und haben eine <strong>Kapitalaufstockungsr\u00fccklage<\/strong> zu bilden.<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\">\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>Artikel 24 des Entwurfes des Abgaben\u00e4nderungsgesetz 2014\u00a0lautet:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:center;\">\n<p style=\"text-align:center;\"><strong><em>\u00c4nderung des GmbH-Gesetzes <\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Das GmbH-Gesetz, RGBl. Nr. 58\/1906, zuletzt ge\u00e4ndert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 109\/2013, wird wie folgt ge\u00e4ndert: <\/em><\/p>\n<p><em>1. In \u00a7 6 Abs. 1 wird der Betrag \u201e10 000\u201c durch den Betrag \u201e35 000\u201c ersetzt. <\/em><\/p>\n<p><em>2. In \u00a7 10 Abs. 1 zweiter Satz wird der Betrag \u201e5 000\u201c durch den Betrag \u201e17 500\u201c ersetzt. <\/em><\/p>\n<p><em>3. Nach \u00a7 10a wird folgender \u00a7 10b samt \u00dcberschrift eingef\u00fcgt: <\/em><\/p>\n<p><em>\u201e<strong>Gr\u00fcndungsprivilegierung <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>\u00a7 10b. (1) Im Gesellschaftsvertrag, nicht jedoch durch eine Ab\u00e4nderung des Gesellschaftsvertrags (\u00a7 49), kann vorgesehen werden, dass die Gesellschaft die Gr\u00fcndungsprivilegierung nach Ma\u00dfgabe der folgenden Abs\u00e4tze in Anspruch nimmt. <\/em><\/p>\n<p><em>(2) Abweichend von \u00a7 6a Abs. 1 und \u00a7 10 Abs. 1 m\u00fcssen die bar zu leistenden Stammeinlagen nach dem Gesellschaftsvertrag insgesamt mindestens 5 000 Euro betragen. <\/em><\/p>\n<p><em>(3) Die Verpflichtung der Gesellschafter zu weiteren Einzahlungen auf die von ihnen \u00fcbernommenen Stammeinlagen kann im Gesellschaftsvertrag auf insgesamt mindestens 5 000 Euro beschr\u00e4nkt werden. <\/em><\/p>\n<p><em>(4) In die Firma der Gesellschaft ist der Zusatz \u201e(gr\u00fcndungsprivilegiert)\u201c aufzunehmen. <\/em><\/p>\n<p><em>(5) Die Gesellschaft hat eine R\u00fccklage zu bilden, in die ein Betrag einzustellen ist, der mindestens einem Viertel des Jahres\u00fcberschusses, gemindert um einen Verlustvortrag und unter Ber\u00fccksichtigung der Ver\u00e4nderung unversteuerter R\u00fccklagen, entspricht (Gr\u00fcndungsr\u00fccklage). Die Gr\u00fcndungsr\u00fccklage dient der Sicherstellung der Leistung nicht voll eingezahlter Stammeinlagen. Die Aufl\u00f6sung der Gr\u00fcndungsr\u00fccklage bedarf eines Beschlusses der Gesellschafter und ist nur zul\u00e4ssig, wenn auf die Stammeinlagen insgesamt mindestens 17 500 Euro geleistet wurden oder durch die Aufl\u00f6sung geleistet werden. Im \u00dcbrigen gelten f\u00fcr die Gr\u00fcndungsr\u00fccklage die Vorschriften \u00fcber die gesetzliche R\u00fccklage gem\u00e4\u00df \u00a7 229 Abs. 6 UGB sinngem\u00e4\u00df. <\/em><\/p>\n<p><em>(6) Die Gr\u00fcndungsprivilegierung kann durch eine \u00c4nderung des Gesellschaftsvertrags beendet werden, sofern im Zeitpunkt der Beschlussfassung insgesamt mindestens 17 500 Euro auf die Stammeinlagen geleistet wurden. Ansonsten endet die Gr\u00fcndungsprivilegierung gem\u00e4\u00df Abs. 2 und 3 sp\u00e4testens zehn Jahre nach der Eintragung der Gesellschaft im Firmenbuch. Der Firmenzusatz nach Abs. 4 kann erst entfallen, wenn auf die Stammeinlagen insgesamt mindestens 17 500 Euro geleistet wurden.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>4. In \u00a7 54 Abs. 3 erster Satz wird der Betrag \u201e10 000\u201c durch den Betrag \u201e35 000\u201c ersetzt. <\/em><\/p>\n<p><em>5. In \u00a7 127 werden folgende Abs. 13 bis 15 angef\u00fcgt: <\/em><\/p>\n<p><em>\u201e(13) \u00a7 6 Abs. 1, \u00a7 10 Abs. 1, \u00a7 10b und \u00a7 54 Abs. 3 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. xx\/2014 treten mit 1. M\u00e4rz 2014 in Kraft. <\/em><\/p>\n<p><em>(14) Gesellschaften, deren Stammkapital zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. xx\/2014 35 000 Euro nicht erreicht, haben innerhalb von zehn Jahren eine Kapitalerh\u00f6hung auf diesen Betrag durchzuf\u00fchren. Bis zu dieser Kapitalerh\u00f6hung haben die Gesellschaften eine R\u00fccklage zu bilden, in die ein Betrag einzustellen ist, der mindestens einem Viertel des Jahres\u00fcberschusses, gemindert um einen Verlustvortrag und unter Ber\u00fccksichtigung der Ver\u00e4nderung unversteuerter R\u00fccklagen, entspricht (Kapitalaufstockungsr\u00fccklage). Die Kapitalaufstockungsr\u00fccklage dient einer Kapitalerh\u00f6hung aus Gesellschaftsmitteln (\u00a7 52, \u00a7 2 Kapitalberichtigungsgesetz); im \u00dcbrigen gelten die Vorschriften \u00fcber die gesetzliche R\u00fccklage gem\u00e4\u00df \u00a7 229 Abs. 6 UGB sinngem\u00e4\u00df. <\/em><\/p>\n<p><em>(15) Bei Gesellschaften, deren Stammkapital 35 000 Euro nicht erreicht, ist eine Kapitalerh\u00f6hung auf diesen oder einen h\u00f6heren Betrag von der Eintragungsgeb\u00fchr gem\u00e4\u00df TP 10 Z I lit. b Z 4 GGG befreit.\u201c<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie bereits zuvor im \u201eLaw Bulletin\u201c berichtet, gab es seit In-Kraft-Treten des Gesellschaftsrechts-\u00c4nderungsgesetz 2013\u00a0\u00a0ab 1. Juli 2013 die M\u00f6glichkeit, eine \u201eGmbH light\u201c zu gr\u00fcnden. Das Stammkapital\u00a0solcher GmbHs bel\u00e4uft sich auf EUR 10.000 (statt bisher zumindest EUR 35.000),\u00a0wobei davon\u00a0zumindest EUR 5.000 bar einbezahlt werden m\u00fcssen. 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