{"id":335,"date":"2013-07-22T15:38:36","date_gmt":"2013-07-22T15:38:36","guid":{"rendered":"http:\/\/lawbulletin.wordpress.com\/?p=298"},"modified":"2023-04-24T12:10:59","modified_gmt":"2023-04-24T12:10:59","slug":"eugh-zu-gesundheitsbezogenen-angaben-auf-lebensmitteln-angaben-zu-reduzierung-eines-krankheitsrisikos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/media-law.at\/?p=335","title":{"rendered":"EuGH zu gesundheitsbezogenen Angaben auf Lebensmitteln (Angaben zu Reduzierung eines Krankheitsrisikos)"},"content":{"rendered":"<p>EuGH-Entscheidung: EuGH 18.7.2013, C-299\/12 &#8211; <em>Green Swan<\/em><\/p>\n<p><strong>Sachverhalt:<\/strong><\/p>\n<p>Green-Swan Pharmaceuticals brachte ein <strong>Nahrungserg\u00e4nzungsmittel <\/strong>mit der Bezeichnung \u201eGS Merilin\u201c auf den tschechischen Markt. Dieses Mittel wurde mit folgender Angabe auf der Verpackung vermarktet: <em>\u201eDas Mittel enth\u00e4lt zudem Kalzium und Vitamin D3, die dazu beitragen, das Risiko des Auftretens von Osteoporose und von Br\u00fcchen zu senken\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Die nationale Beh\u00f6rde f\u00fcr die Kontrolle der Landwirtschaft und von Lebensmitteln vertrat den Standpunkt, dass Green\u2013Swan Pharmaceuticals auf der Verpackung des Nahrungserg\u00e4nzungsmittels GS Merilin unter Versto\u00df gegen Art. 10 Abs. 1 der Verordnung Nr. 1924\/2006 (die sog. <strong>Health Claims Verordnung<\/strong>) gesundheitsbezogene Angaben angebracht habe.<\/p>\n<p>An den EuGH wurde in weiterer Folge die Vorlagefrage herangetragen, ob Art. 2 Abs. 2 Nr. 6 der Health Claims Verordnung dahin auszulegen ist, dass eine gesundheitsbezogene Angabe unbedingt <strong>ausdr\u00fccklich <\/strong>besagen muss, dass der Verzehr einer Lebensmittelkategorie, eines Lebensmittels oder eines Lebensmittelbestandteils einen Risikofaktor f\u00fcr die Entwicklung einer Krankheit beim Menschen <strong>deutlich <\/strong>senkt, um als <em>\u201eAngabe \u00fcber die Reduzierung eines Krankheitsrisikos\u201c<\/em> im Sinne dieser Vorschrift qualifiziert zu werden.<\/p>\n<p><strong>Entscheidung:<\/strong><\/p>\n<p>Der EuGH sprach dazu aus, dass eine gesundheitsbezogene Angabe wie die in Rede stehende,  <strong>nicht unbedingt ausdr\u00fccklich <\/strong>besagen muss, dass der Verzehr einer Lebensmittelkategorie, eines Lebensmittels oder eines Lebensmittelbestandteils einen Risikofaktor f\u00fcr die Entwicklung einer Krankheit beim Menschen <strong>deutlich <\/strong>senkt, um als <em>\u201eAngabe \u00fcber die Reduzierung eines Krankheitsrisikos\u201c<\/em> im Sinne dieser Vorschrift qualifiziert zu werden. Der EuGH hielt fest, dass die Verwendung einer kategorischen Formulierung, nach der der Verzehr des betreffenden Lebensmittels einen entsprechenden Risikofaktor senkt \u2013 oder dazu beitr\u00e4gt, ihn zu senken \u2013 <strong>geeignet<\/strong> ist, bei einem solchen Verbraucher den <strong>Eindruck einer deutlichen Senkung des Risikos<\/strong> hervorzurufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EuGH-Entscheidung: EuGH 18.7.2013, C-299\/12 &#8211; Green Swan Sachverhalt: Green-Swan Pharmaceuticals brachte ein Nahrungserg\u00e4nzungsmittel mit der Bezeichnung \u201eGS Merilin\u201c auf den tschechischen Markt. Dieses Mittel wurde mit folgender Angabe auf der Verpackung vermarktet: \u201eDas Mittel enth\u00e4lt zudem Kalzium und Vitamin D3, die dazu beitragen, das Risiko des Auftretens von Osteoporose und von Br\u00fcchen zu senken\u201c. Die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[8,14],"tags":[134,192,236],"class_list":["post-335","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-eu-rechtsprechung","category-lebensmittelrecht","tag-eugh","tag-health-claims-verordnung","tag-lebensmittelrecht-2"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/335","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=335"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/335\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5873,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/335\/revisions\/5873"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=335"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=335"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=335"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}