{"id":329,"date":"2013-07-17T14:07:55","date_gmt":"2013-07-17T14:07:55","guid":{"rendered":"http:\/\/lawbulletin.wordpress.com\/?p=281"},"modified":"2023-04-24T12:11:07","modified_gmt":"2023-04-24T12:11:07","slug":"sonderzeichen-am-anfang-eines-firmenwortlauts-unzulassig-wenn-ubrige-firmenbestandteile-allerweltsbezeichnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/media-law.at\/?p=329","title":{"rendered":"Sonderzeichen &#8222;+&#8220; am Anfang eines Firmenwortlauts unzul\u00e4ssig wenn \u00fcbrige Firmenbestandteile Allerweltsbezeichnung"},"content":{"rendered":"<p>OGH-Entscheidung: OGH 6.6.2013, 6 Ob 30\/13z<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df \u00a7 18 UGB muss eine Firma (im allgemeinen Sprachgebrauch auch &#8222;Firmenname&#8220; bezeichnet) zur Kennzeichnung des Unternehmens geeignet sein und Unterscheidungskraft besitzen, insgesamt also eine <strong><strong>Namensfunktion <\/strong><\/strong>haben. Bei zusammengesetzten Firmenwortlauten entscheidet der Gesamteindruck, nicht eine zergliederte Betrachtung. Mehrdeutigkeit geht zu Lasten des die Firma F\u00fchrenden. Ein Anspruch auf eine bestimmte Schreibweise im Firmenbuch, etwa auf bestimmte Schriftz\u00fcge, besteht dabei nicht.<\/p>\n<p>Ein entscheidendes Kriterium ist die <strong>Aussprechbarkeit <\/strong>des Zeichens. W\u00e4hrend in der Literatur das Zeichen &#8222;+&#8220; zwar grunds\u00e4tzlich f\u00fcr eintragungsf\u00e4gig gehalten wird, besteht Uneinigkeit dar\u00fcber, ob das Zeichen als &#8222;UND&#8220; oder als &#8222;PLUS&#8220; ausgesprochen wird.<\/p>\n<p>Im vorliegenden Fall sprach der OGH daher aus, dass bei der Verwendung von Zeichen <strong>klar sein muss, ob und gegebenenfalls wie es ausgesprochen <\/strong>werden soll, und dass unaussprechbare Zeichen (weiterhin) unzul\u00e4ssig sein sollen. Wie der Literatur zum UGB entnommen wurde, ist die Voraussetzung einer <strong>eindeutigen Aussprache des Zeichens &#8222;+&#8220; nicht gegeben<\/strong>. Das Zeichen hat am Firmenanfang einen eher dekorativen Charakter, jedenfalls aber keinen ausreichenden Auff\u00e4lligkeitswert. Dies alles muss jedenfalls dann zur Unzul\u00e4ssigkeit einer Firma f\u00fchren, die mit einem &#8222;+&#8220; beginnt, wenn die <strong>\u00fcbrigen Firmenbestandteile eine Allerweltsbezeichnung <\/strong>darstellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>OGH-Entscheidung: OGH 6.6.2013, 6 Ob 30\/13z Gem\u00e4\u00df \u00a7 18 UGB muss eine Firma (im allgemeinen Sprachgebrauch auch &#8222;Firmenname&#8220; bezeichnet) zur Kennzeichnung des Unternehmens geeignet sein und Unterscheidungskraft besitzen, insgesamt also eine Namensfunktion haben. Bei zusammengesetzten Firmenwortlauten entscheidet der Gesamteindruck, nicht eine zergliederte Betrachtung. Mehrdeutigkeit geht zu Lasten des die Firma F\u00fchrenden. Ein Anspruch auf eine [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[16],"tags":[23,144,146,277,343,370],"class_list":["post-329","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unternehmensrecht","tag-18-ugb","tag-firma","tag-firmenwortlaut","tag-ogh","tag-sonderzeichen","tag-ugb"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/329","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=329"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/329\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5874,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/329\/revisions\/5874"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=329"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=329"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=329"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}