{"id":319,"date":"2013-07-01T09:37:51","date_gmt":"2013-07-01T09:37:51","guid":{"rendered":"http:\/\/lawbulletin.wordpress.com\/?p=244"},"modified":"2013-07-01T09:37:51","modified_gmt":"2013-07-01T09:37:51","slug":"eugh-urheberrechtsabgabe-auf-drucker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/media-law.at\/?p=319","title":{"rendered":"EuGH: Urheberrechtsabgabe auf Drucker"},"content":{"rendered":"<p>EuGH-Entscheidung: EuGH 27.6.2013, C-457\/11 bis 460\/11<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df der EU-Richtlinie 2001\/29\/EG steht Urhebern das <strong>ausschlie\u00dfliche Recht <\/strong>zu, die unmittelbare oder mittelbare, vor\u00fcbergehende oder dauerhafte <strong>Vervielf\u00e4ltigung <\/strong>ihrer Werke auf jede Art und Weise und in jeder Form ganz oder teilweise <strong>zu erlauben oder zu verbieten<\/strong>.<br \/>\nArt 5 Abs 2 der genannten Richtlinie sieht vor, dass die Mitgliedstaaten in den dort genannten F\u00e4llen <strong>Ausnahmen oder Beschr\u00e4nkungen <\/strong>in Bezug auf das in Art 2 vorgesehene Vervielf\u00e4ltigungsrecht vorsehen k\u00f6nnen. Dies gilt auch <em>&#8222;in Bezug auf Vervielf\u00e4ltigungen auf Papier oder einem \u00e4hnlichen Tr\u00e4ger mittels beliebiger fotomechanischer Verfahren oder anderer Verfahren mit \u00e4hnlicher Wirkung&#8220;<\/em> (lit a). Bedingung f\u00fcr eine solche Beschr\u00e4nkung ist allerdings, dass die Rechteinhaber einen <strong>gerechten Ausgleich<\/strong> erhalten.<\/p>\n<p>In einem diesbez\u00fcglichen <strong>Vorlagebeschluss <\/strong>auf Antrag des deutschen BGH hat der EuGH nun entschieden, dass <strong>auf verkaufte Drucker eine Urheberrechtsabgabe <\/strong>erhoben werden darf. Ausgangspunkt waren Verfahren vor dem BGH, in denen Hewlett Packard, Canon, Epson, Kyocera, Xerox und Fujitsu gegen die deutsche Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) klagten.<\/p>\n<p>Der EuGH stellte zu <strong>Art 5 Abs 2 lit a RL 2001\/29\/EG<\/strong> klar, dass der Ausdruck <em>\u201eVervielf\u00e4ltigungen mittels beliebiger fotomechanischer Verfahren oder anderer Verfahren mit \u00e4hnlicher Wirkung\u201c<\/em> Vervielf\u00e4ltigungen mittels eines Druckers und eines PC umfasst, wenn diese Ger\u00e4te miteinander verbunden sind.<\/p>\n<p>Die Abgabe auf Drucker stellt nach Ansicht des EuGH einen <strong>\u201cgerechten Ausgleich\u201d <\/strong>f\u00fcr Urheber dar, die f\u00fcr die ohne ihre Genehmigung erfolgte Vervielf\u00e4ltigung ihrer gesch\u00fctzten Werke in Form einer <strong>erlaubten Privatkopie verg\u00fctet<\/strong> werden.<\/p>\n<p>Auch die <strong>Nichtanwendung technischer Ma\u00dfnahmen<\/strong>, mit denen nicht genehmigte Vervielf\u00e4ltigungen verhindert oder eingeschr\u00e4nkt werden sollen, lassen den Verg\u00fctungsanspruch der Urheber <strong>nicht entfallen<\/strong>, da die Anwendung derartiger technischer Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Rechteinhaber <strong>freiwillig<\/strong> ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EuGH-Entscheidung: EuGH 27.6.2013, C-457\/11 bis 460\/11 Gem\u00e4\u00df der EU-Richtlinie 2001\/29\/EG steht Urhebern das ausschlie\u00dfliche Recht zu, die unmittelbare oder mittelbare, vor\u00fcbergehende oder dauerhafte Vervielf\u00e4ltigung ihrer Werke auf jede Art und Weise und in jeder Form ganz oder teilweise zu erlauben oder zu verbieten. 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