{"id":2128,"date":"2016-12-01T11:26:24","date_gmt":"2016-12-01T11:26:24","guid":{"rendered":"http:\/\/media-law.at\/?p=2128"},"modified":"2022-07-15T10:38:51","modified_gmt":"2022-07-15T10:38:51","slug":"neuerungen-im-erbrecht-ab-1-1-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/media-law.at\/?p=2128","title":{"rendered":"Neuerungen im Erbrecht ab 1.1.2017"},"content":{"rendered":"<p>Infolge der letzten Erbrechtsreform treten ab <strong>1. J\u00e4nner 2017<\/strong> einige \u00c4nderungen im Erbrecht in Kraft.<\/p>\n<p>Zu den wichtigsten \u00c4nderungen z\u00e4hlen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Der Kreis der<strong> pflichtteilsberechtigten Personen<\/strong> wird eingeschr\u00e4nkt: <strong>Nur noch Nachkommen und Ehegatten bzw eingetragenen Partnern<\/strong> steht ein Pflichtteil zu. F\u00fcr Eltern und Vorfahren f\u00e4llt der Anspruch weg. Der Pflichtteil kann zuk\u00fcnftig erst ein Jahr nach dem Tod des Erblassers eingefordert werden. Neu ist auch die M\u00f6glichkeit der Stundung oder Ratenzahlung des Pflichtteils, so soll zB der Zerschlagung von Familienbetrieben vorgebeugt werden.<\/li>\n<li>Zu <strong>neuen Enterbungsgr\u00fcnden<\/strong> werden nun auch strafbare Handlungen gegen Angeh\u00f6rige des Verstorbenen sowie grobe Verletzungen der Pflichten aus dem Eltern-Kind-Verh\u00e4ltnis. Im Gegenzug ist die &#8222;beharrliche F\u00fchrung einer gegen die \u00f6ffentliche Sittlichkeit anst\u00f6\u00dfigen Lebensart&#8220; kein Enterbungsgrund mehr.<\/li>\n<li><strong>Lebensgef\u00e4hrten<\/strong> erben ab sofort per au\u00dferordentlichem Erbrecht, sofern es keine gesetzlichen oder per Testament eingesetzten Erben gibt. Voraussetzung ist ein gemeinsamer Haushalt f\u00fcr <strong>mindestens 3 Jahre<\/strong> vor dem Tod. Der Verstorbene darf auch nicht anderweitig verheiratet oder eingetragen verpartnert gewesen sein. \u00dcberdies wird das Recht bestehen, nach dem Tod weiter in der gemeinsamen Wohnung zu wohnen.<\/li>\n<li>Letzwillige Verf\u00fcgungen (zB Testament) zugunsten eines Ehepartners, eingetragenen Partners oder Lebensgef\u00e4hrten werden<strong> durch Scheidung oder Aufl\u00f6sung automatisch aufgehoben<\/strong>.<\/li>\n<li>Pflegeleistungen naher Angeh\u00f6riger werden als <strong>Pflegeverm\u00e4chtnis<\/strong> ber\u00fccksichtigt.<\/li>\n<li>F\u00fcr <strong>fremdh\u00e4ndige Testamente werden strengere Anforderungen<\/strong> gelten. So muss etwa die Unterschrift durch einen handschriftlichen Zusatz erg\u00e4nzt werden. Drei Zeugen m\u00fcssen ununterbrochen und gleichzeitig anwesend sein. Die Identit\u00e4t der Zeugen muss aus der Urkunde hervorgehen und sie m\u00fcssen mit einem eigenh\u00e4ndig geschriebenen Zeugenzusatz unterschreiben. Neue Bestimmungen wird es auch hinsichtlich der Zul\u00e4ssigkeit von Testamentszeugen geben.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Infolge der letzten Erbrechtsreform treten ab 1. J\u00e4nner 2017 einige \u00c4nderungen im Erbrecht in Kraft. Zu den wichtigsten \u00c4nderungen z\u00e4hlen: &nbsp; Der Kreis der pflichtteilsberechtigten Personen wird eingeschr\u00e4nkt: Nur noch Nachkommen und Ehegatten bzw eingetragenen Partnern steht ein Pflichtteil zu. F\u00fcr Eltern und Vorfahren f\u00e4llt der Anspruch weg. 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