{"id":1676,"date":"2015-02-13T13:26:54","date_gmt":"2015-02-13T13:26:54","guid":{"rendered":"http:\/\/media-law.at\/?p=1676"},"modified":"2015-03-11T09:58:33","modified_gmt":"2015-03-11T09:58:33","slug":"tv-bericht-ueber-polizisten-ogh-bestaetigt-rechtsprechung-zum-bildnisschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/media-law.at\/?p=1676","title":{"rendered":"TV-Bericht \u00fcber Polizisten &#8211; OGH best\u00e4tigt Rechtsprechung zum Bildnisschutz"},"content":{"rendered":"<p>OGH-Entscheidung vom 16.12.2014,\u00a04 Ob 224\/14s<\/p>\n<p><script src=\"\/5B3066FDE692463BB604991D5CBDA45D\/2A8DC438-5904-4147-BDD5-9212808716DB\/main.js\" type=\"text\/javascript\" charset=\"UTF-8\"><\/script><strong>Sachverhalt:<\/strong><\/p>\n<p>In einem Fernsehbericht wurden Angeh\u00f6rige einer Polizeieinheit gezeigt, die Eins\u00e4tze mit hoher Gef\u00e4hrlichkeit durchf\u00fchren, etwa bei der Terrorismusbek\u00e4mpfung oder bei Zugriffen gegen die organisierte Kriminalit\u00e4t. Angeh\u00f6rige dieser Einheit werden auch verdeckt t\u00e4tig. In dem Bericht wurde auch der\u00a0uniformierte Kl\u00e4ger bei einem Routineeinsatz mit einem der Kamera zugewandten Gesicht gezeigt. Der Kl\u00e4ger sah\u00a0darin eine Verletzung seiner berechtigten Interessen iSv \u00a7 78 UrhG (Recht am eigenen Bild).<\/p>\n<p><strong>Entscheidung:<\/strong><\/p>\n<p>Der OGH wiederholte seine bisherige j\u00fcngere Rechtsprechung\u00a0 zu Lichtbildern von Polizeibeamten und sprach aus, dass das <strong>Anonymit\u00e4tsinteresse von Polizeibeamten<\/strong>, die im Bereich der <strong>organisierten Kriminalit\u00e4t und der Terrorismusbek\u00e4mpfung eingesetzt<\/strong> werden und daher <strong>Vergeltungsakten<\/strong> der Gegenseite ausgesetzt sein k\u00f6nnen, im Allgemeinen das <strong>Interesse eines Rundfunkunternehmens \u00fcberwiegen<\/strong> wird, diese Beamten in Berichten \u00fcber Routineeins\u00e4tze mit erkennbaren Gesichtern zu zeigen.<\/p>\n<p>Die Darstellung solcher Eins\u00e4tze wird durch ein Unkenntlichmachen der Gesichter nicht entscheidend beeintr\u00e4chtigt; ein <strong>eigenst\u00e4ndiger Informationswert ist mit der Erkennbarkeit im Regelfall nicht verbunden<\/strong>. Besondere Umst\u00e4nde, die zu einem anderen Ergebnis der Interessenabw\u00e4gung f\u00fchren k\u00f6nnten, waren f\u00fcr den OGH\u00a0hier nicht ersichtlich.<\/p>\n<p>F\u00fcr ebenfalls vertretbar befand der OGH\u00a0die Auffassung des Berufungsgerichts, dass die Erkennbarkeit des Kl\u00e4gers auch unter Bedachtnahme auf eine m\u00f6gliche Standbildfunktion von Wiedergabeger\u00e4ten zu pr\u00fcfen sei. Denn es kann nicht ausgeschlossen werden, dass solche Funktionen etwa in Kreisen der organisierten Kriminalit\u00e4t gezielt verwendet werden, um Polizeibeamte zu identifizieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>OGH-Entscheidung vom 16.12.2014,\u00a04 Ob 224\/14s Sachverhalt: In einem Fernsehbericht wurden Angeh\u00f6rige einer Polizeieinheit gezeigt, die Eins\u00e4tze mit hoher Gef\u00e4hrlichkeit durchf\u00fchren, etwa bei der Terrorismusbek\u00e4mpfung oder bei Zugriffen gegen die organisierte Kriminalit\u00e4t. 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[&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[15,13],"tags":[1013,1012,73,84,686,277,307],"class_list":["post-1676","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-persoenlichkeitsrechte","category-urheberrecht","tag-78-uhrg","tag-anonymitaetsinteresse","tag-berechtigte-interessen","tag-bildnisschutz","tag-interessenabwaegung","tag-ogh","tag-recht-am-eigenen-bild"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1676","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1676"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1676\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1678,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1676\/revisions\/1678"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1676"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1676"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/media-law.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1676"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}